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Basiswissen

Fonds sind nicht kompliziert, aber einiges sollte man wissen - wie sie funktionieren, welche Fondstypen es gibt, wo die Risiken liegen und anderes mehr. Hier finden Sie verständliche, klare Antworten.


Was ist ein Hedgefonds?

Im Rahmen des Investmentfondsgesetzes (InvFG) sind in Österreich nur Dachhedgefonds nach § 20 a InvFG ("andere Sondervermögen") zulässig. Diese investieren (als Feeder-Fonds) in weitere Hedgefonds, wobei pro Fonds maximal 10% erlaubt sind. Leerverkäufe sind nicht zulässig und auch die Kreditaufnahme ist auf 20% des Fondsvermögens beschränkt. Einzel-Hedgefonds sind nach dem InvFG in Österreich nicht möglich.

Im Gegensatz zu anderen Investmentfonds orientieren sich Hedgefonds nicht an einem bestimmten Index, den es zu schlagen gilt. Vielmehr streben sie unabhängig vom Trend der Anleihe- und Aktienmärkte stets ein möglichst hohes absolutes Ertragsziel an. Aus diesem Grund kann ihre Beimischung auch zu einer weiteren Risikoreduzierung innerhalb eines gut strukturierten Depots führen. Ihren hohen Renditeerwartungen konnten sie seit ihrer Einführung in Deutschland allerdings noch nicht gerecht werden.

Um eine möglichst hohe absolute Rendite zu erzielen, bedienen sich Hedgefonds diversen Instrumenten wie Aktien, Anleihen, Währungen, Optionen und Futures sowie oft eines sehr hohen Kredithebels.

Bei der von Hedgefonds am häufigsten angewandten Investitionstechnik, der so genannten Long/Short-Strategie, werden vermeintlich unterbewertete Aktien gekauft (Long) und gleichzeitig vermeintlich überbewertete Unternehmensanteile leer verkauft (Short). Ein erheblicher Teil des Marktrisikos kann auf diese Weise ausgeschaltet werden.

Auf Arbitragestrategien spezialisierte Manager konzentrieren sich dagegen auf Bewertungsdifferenzen zwischen ansonsten identisch ausgestatteten Wertpapieren. Handelt es sich dabei um Anleihen, spricht man von Fixed Income Arbitrage. Die Ausnutzung von Preisineffizienzen bei Wandelanleihen nennt sich dagegen Convertible Bond Arbitrage. Dabei wird typischerweise eine Kaufposition in der Anleihe und eine Verkaufsposition bei der Aktie eingegangen.

Bei ereignisbezogenen Strategien (Event Driven Strategies) werden Positionen mit Blick auf unternehmerische Ereignisse, wie beispielsweise Fusionen, Übernahmen, Restrukturierungen oder Konkurse aufgebaut. Die häufigste Form ist dabei die Merger Arbitrage, also die Spekulation auf die tatsächliche Durchführung einer Fusion und das damit verbundene Erreichen der angekündigten Umtauschrelation. Besonders risikoreich sind Engagements, die auf globale Trendänderungen (Global Makro Strategies) setzen.

 

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